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Literaturnachwuchspreis 2015 verliehen(FL) Marienberg - 104 Teilnehmer beim Literaturnachwuchspreis der Baldauf Villa der zusammen mit der freien Vereinigung Literatur im Erzgebirge ins Leben gerufen wurde, zeigen es.

Das Schreiben von Gedichten und Geschichten erfreut sich unter Kindern und Jugendlichen immer größerer Beliebtheit und zum anderen wird der Wettbewerb von immer mehr mutigen Schreibern wahrgenommen.

Es ist offenbar nicht so, dass sich junge Leute ausschließlich auf die neuen Medien stürzen, sondern mitunter sehr hochwertige Zeilen zu Papier bringen. Das gestiegene Interesse und vor allem Mut der Schülerinnen und Schüler am nunmehr sechsten Wettbewerb teilzunehmen, hatte nicht nur zur Folge, dass die Jury mehr zu lesen bekam, sondern auch das die Baldauf Villa zu klein für die Auszeichnungsveranstaltung geworden ist.

So musste man in die Stadthalle der Bergstadt Marienberg umziehen. Dem Schirmherren Dr. Matthias Rößler fehlte zwar etwas die Gemütlichkeit der Jugendstilvilla, aber er lobte wiederum das hohe Niveau der Veranstaltung.

Die große Bühne ließ zudem Raum für das musikalische Rahmenprogramm. Die Percussion Gruppe der Kreismusikschule um Musiklehrer Maik Schönherr war unter anderem dafür zuständig.

Der 1. Beigeordnete der Stadt Marienberg André Heinrich ehrte mit zwei Förderpreisen Schüler und Hortkinder zweier Einrichtungen. Dort wurden und werden junge Schreiber an das Texten herangeführt. Diese hatten zum Nachwuchspreis Gemeinschaftsarbeiten eingereicht.

Seit jeher wird beim Wettbewerb auch die Sparte Mundart prämiert.

Die Laudatio für den Preisträger verlas „Kirsche“ für den Witzschdorfer Robin Richter, der sich mit der Geschichte seines Heimatortes auseinandersetzte.

Die Gewinner in der Kategorie Lyrik der Altersklasse 10 bis 12 wurden von Jurorin Michaela Schwallmann bekanntgegeben. Platz 3 ging hier an Nina Böhme aus Pfaffroda. Platz 2 erhielt Luise Schneider aus Wolkenstein. Den ersten Preis bekam Maja Buschmann für ihr Gedicht „Herbstzeit“.

Das Gedicht der jungen Pockauerin und alle anderen Texte verlas der Theaterprofi Gerd Schlott. Damit bekamen diese auch die entsprechend würdige Betonung. Dr. Sylvia Eggert aus Leisnig ist seit Jahren in der Jury und ehrte die Autoren Anna Zimmermann, Felicia Lange und Lucie Neumann bei den 13 bis 15 jährigen. Die junge Falkenauerin gewinnt seit Jahren bei diesem Wettbewerb und das obwohl die Texte von der Jury anonym bewertet werden. Die Namen zu den Autoren erhalten sie erst nach der Vergabe der Platzierungen. Damit kann man schon das ein oder andere Talent unter den Nachwuchsautoren festmachen.

Bei den 16 bis 18 Jahre jungen Schriftstellern ging der dritte Platz nach Leisnig an Juliane Fischer. Gabriel Harzer aus Pobershau platzierte sich auf Rang zwei für sein Gedicht Fremdkörper. Sieger wurde Vanessa Strauch aus Neuhausen mit „Güldener Morgen“.

Die meisten Geschichten und Erzählungen wurden von den 10 bis 12 jährigen der Jury präsentiert. Auch hier gab es Einsendungen aus dem gesamten Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen. Jasmin Niclas aus Freiberg erreichte Rang 3, Luise Peupelmann aus Halsbrücke mit „Gobanda“ Rang 2. Petra Schubert hat Literatur im Erzgebirge auch mit begründet. Ihr oblag es Annemarie Klemm aus Pobershau und Emilie Rother aus Crottendorf zu ehren. Ebenso die Marienbergerin Luisa Heilmann, die wie Lucie Neumann seit Jahren vordere Plätze belegt.

Unter die ersten drei kommt auch Samantha Escher aus Annaberg-Buchholz immer wieder. Anna Bräunig aus Großrückerswalde belegte Platz 2 mit ihrer Liebesgeschichte „Bitte bleib …“ Annemarie Reichenbach aus Reifland siegte mit „Fliegen lernen“ und sie schien wie die anderen Gewinner sehr glücklich darüber zu sein.

Tobias Wetzel aus Thalheim beeindruckte die Juroren mit einer wunderbaren Erzählung „Der Meister-Reparateur“ lässt die Leser am Wirken eines wundersamen Instandsetzers für Alltagsgegenstände teilhaben. Schreibstil und Ideenreichtum haben überzeugt und das obwohl Tobias gar nicht so oft Texte auf Papier bringt.

Nach einem Dank an die Jury erhielten am Ende alle Nichtplatzierten ebenfalls eine Teilnahmeurkunde. Damit wurde deren Mut sich der Öffentlichkeit zu stellen gewürdigt, denn es gibt viele Autoren, die für sich im stillen Kämmerlein schreiben und sich nicht nach Außen trauen. Allen wurde auch noch einmal nahegelegt sich auch beim kommenden Literaturnachwuchspreis der Baldauf Villa und Literatur im Erzgebirge zu beteiligen.

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