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Generalinspekteur des Heeres besuchte Erzgebirgskaserne(FL) Marienberg - Seit 1. Januar 2015 bildet die Panzerbrigade 37 insbesondere das ihr untergeordnete Panzergrenadierbataillon 371 in Marienberg den Kern der kurz NRF genannten schnellen Eingreiftruppe der NATO.

Den Auftrag dazu erhielten die Marienberger im Juli 2013, eine Zertifizierung folgte im Sommer des letzten Jahres. Das bedeutet, dass die Kameraden innerhalb von wenigen Wochen bereit sind an einen beliebigen Ort der Welt verlegt werden zu können.

Nun wurde aber noch eins drauf gesetzt. Deutschland hat sich kürzlich dazu bereit erklärt, eine führende Rolle in der NATO zu übernehmen. Es wurde ein noch schnellerer Verband gebildet, dem auch die Marienberger Jäger untergeordnet sind. Das VJTF getaufte Projekt ist ein Test, ob das Ganze noch schneller geht.

Innerhalb von fünf Tagen muss der Verband nun bereit sein, komplett in eine Krisenregion transportiert werden zu können. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die technische wie auch personelle Aufrüstung läuft.

Wie weit die Einheiten nun sind, inspizierte der Generalinspektor des Heeres General Kasdorf am 10. März 2015. Dabei skizzierte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Stephan Behrenz die Ausgangslage und den aktuellen Stand. Bei aller Kritik der letzten Wochen über den Zustand der Bundeswehr, in Marienberg merkt man davon wenig. Durch den geänderten Status bekommt die Truppe derzeit die modernste Technik und das auch noch relativ zeitnah.

Personell ist der Verband weitestgehend an das geforderte Maß hinangerückt. Materiell muss noch das ein oder andere geliefert bzw. angeschafft werden. Dann muss allerdings noch die Ausbildung an den Waffen- und Fahrzeugsystemen erfolgen, bevor die Soldaten endgültig einsatzbereit sind.

Nach erfolgtem Briefing ging es mit dem General hinaus in die Kaserne. An den Fahrzeughallen präsentierte das Bataillon zusammen mit den ergänzenden Teilen der Panzerbrigade 37 Technik und Ausstattung.

Die Pioniere gehören zu einer mobilen Gruppe dazu. Nicht überall sind Brücken, oft muss der Weg erst geschaffen werden. Dafür gibt es Unterstützung aus Thüringen.

Tarnen und Täuschen – In angedeuteten Stellungen wurden MILAN Panzerabwehrsysteme, Scharfschützen und MIKADO Aufklärungssysteme präsentiert und erläutert.

Bei aller Euphorie über die neue Technik und das zur Verfügung stehende Personal, die Truppe wird nicht aufgebaut um zu üben und gut auszusehen. Die NRF und VJTF Truppen bereiten sich auf Kriegseinsätze vor.

Offiziell um NATO Mitgliedsländer und Partner zu schützen, aber wer legt fest, wann welcher Status erreicht ist. Das legt wie immer die Politik fest. Dass diese Entscheidungen trifft, die nicht immer die besten sind, zeigt aber leider die Vergangenheit.

Bei allem Für und Wider, die Stadt Marienberg und ihr Umfeld braucht die Erzgebirgskaserne. Ein gut ausgebildeter und moderner Verband sichert zumindest mittelfristig den Standort. Sicher ist aber auch, dass die derzeitige Entwicklung auch an den Soldaten nicht spurlos vorbeigeht.

Privat und familiär muss man sich auf den Auftrag einstellen. So sind z.B. spontane oder lange Urlaube unmöglich. Schließlich muss jeder einzelne Kamerad innerhalb kürzester Zeit in der Kaserne sein können, um im Übungs- bzw. Ernstfall einsatzfähig zu sein.

General Kasdorf war mit dem aktuellen Zustand zufrieden, auch wenn er etwas verwundert wirkte, weil ein Teil der angesprochenen Mannschaft noch nie in einem Einsatz war.

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